Kommentar von Hajo Schumacher

BVG-Streik - sollten wir bedingunslos solidarisch sein?

Hunderttausende Fahrgäste der BVG müssen heute früh im Berufsverkehr improvisieren. Bis 12.00 Uhr fahren voraussichtlich keine U-Bahnen und Straßenbahnen und auch nur wenige Busse.

Bus der BVG © imago/Marius Schwarz
Bus der BVG | © imago/Marius Schwarz

Alle 14.000 Beschäftigten der BVG und ihrer Tochter Berlin Transport sollen heute die Arbeit niederlegen, von Betriebsbeginn um 3.30 Uhr bis 12.00 Uhr. Das bedeutet: Es werden voraussichtlich kaum noch U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse fahren.

Mit dem Warnstreik wollen die Beschäftigten der BVG ihre Forderung nach einer 36,5-Stunden-Woche und schnelleren Gehaltssprüngen untermauern. Wegen des erwarteten Ansturms auf die S-Bahn werden dort auf den Linien 1 und 5 Verstärkerzüge eingesetzt.  Es wird damit gerechnet, dass der Verkehr der BVG bis 15 Uhr unregelmäßig bleibt. 

Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg kritisierten den Streik als unverhältnismäßig. Sie befürchten für die Wirtschaft Einbußen in Millionenhöhe.

Viele Pendler sind genervt, gleichzeitig sind die Forderungen nachvollziehbar –  sollten wir bedingungslos solidarisch sein mit den BVG-Mitarbeitern? Der Kommentar von Hajo Schumacher, Kolumnist der Berliner Morgenpost.

Bus der BVG © imago/Marius Schwarz
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Hajo Schumacher

Kolumnist der Berliner Morgenpost

Hajo Schumacher (Foto: Dirk Bleicker)

Hajo Schumacher wurde 1964 in Münster geboren. Er studierte Journalistik, Politikwissenschaften und Psychologie. Von 1990 bis 2000 arbeitete er beim Spiegel, zuletzt als Co-Leiter des Berliner ... [mehr]