Kommentar von Hajo Schumacher

Multi-Kulti-Streit um Boris Palmer nach Kritik an Bahn-Werbung

Egal ob es um Enteignung geht, um Berlin allgemein, um die Erziehung von Zuwanderern, um die innere Sicherheit und so weiter und so fort ... Boris Palmer, grüner Oberbürgermeister der Kleinstadt Tübingen, hat zu allem und jedem eine Meinung und liebt es zu provozieren.

Boris Palmer (Bündnis 90/Die Grünen), Oberbürgermeister von Tübingen © dpa/Christoph Soeder
Boris Palmer (Bündnis 90/Die Grünen), Oberbürgermeister von Tübingen | © dpa/Christoph Soeder

Jetzt wirbt die Deutsche Bahn in einer aktuellen Kampagne unter anderem mit dem schwarzen TV-Koch Nelson Müller, der türkischstämmigen Moderatorin Nazan Eckes und dem ehemaligen deutsch-finnischen Formel-1-Rennfahrer Nico Rosberg. Herr Palmer fragt sich in einem Facebook-Post "Welche Gesellschaft soll das abbilden?" - und sorgt für bundeweite Aufregung.

Für die beiden Grünen-Chefs, Habeck und Baerbock, ist klar: der Schwabe habe die Tür zu einem rassistischen Weltbild aufgestoßen. Palmer zeigt sich wenig einsichtig, nennt Kollegen, die den Rauswurf aus seiner Partei fordern, "Meinungstyrannen".

Ist Boris Balmer ein rechter Wolf in einem grünen Schafsfell? Der Kommentar von Hajo Schumacher, Kolumnist der Berliner Morgenpost.

Mit der neuen Fernverkehrskampagne präsentiert sich die Bahn als Gastgeber der Zukunft © Deutsche Bahn
Mit der neuen Fernverkehrskampagne präsentiert sich die Bahn als Gastgeber der Zukunft | © Deutsche Bahn

radioeins Kommentator

Hajo Schumacher

Kolumnist der Berliner Morgenpost

Hajo Schumacher (Foto: Dirk Bleicker)

Hajo Schumacher wurde 1964 in Münster geboren. Er studierte Journalistik, Politikwissenschaften und Psychologie. Von 1990 bis 2000 arbeitete er beim Spiegel, zuletzt als Co-Leiter des Berliner ... [mehr]