Kommentar von Bettina Gaus

US-Multimillionär Epstein tot in Gefängniszelle gefunden

US-Justizminister Barr hat eine Untersuchung der Todesumstände des Unternehmers Jeffrey Epstein angeordnet. Der 66jährige war Samstag tot in seiner Gefängniszelle in New York aufgefunden worden. Epstein wurden von der Staatsanwaltschaft unter anderem Sexhandel und Verschwörung zum Sexhandel vorgeworfen. Er hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.

Jeffrey Epstein vor Gericht (Archivbild vom 30. Juli 2008) © AP Photo/Palm Beach Post, Uma Sanghvi
US-Justizminister Barr teilte mit, er sei entsetzt darüber, dass Epstein nach einem "offenkundigen Suizid" in seiner Zelle in einem Bundesgefängnis in New York leblos aufgefunden wurde | © AP Photo/Palm Beach Post, Uma Sanghvi

Die US-Behörden untersuchen den mutmaßlichen Suizid des Multimillionärs Jeffrey Epstein. Der 66jährige war Anfang Juli festgenommen worden, weil er den sexuellen Missbrauch dutzender Mädchen in den Jahren 2002 bis 2005 organisiert haben soll. Sein Tod werfe Fragen auf, die geklärt werden müssten, sagte US-Justizminister Barr. 

Eine der Zeuginnen sagte aus, sie sei von Epstein zu Sex mit zahlreichen bekannten Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft gezwungen worden - was diese ausnahmslos bestritten. 

Epstein hat als Hedge-Fonds-Manager ein Vermögen von rund 500 Millionen Dollar erworben. Seine Verbindungen reichen bis hin zu US-Präsident Trump.

Nach dem Tod von Jeffrey Epstein - sind die Folgen dessen schon absehbar? Ein Kommentar von Bettina Gaus, politische Korrespondentin der "taz".

Jeffrey Epstein vor Gericht (Archivbild vom 30. Juli 2008) © AP Photo/Palm Beach Post, Uma Sanghvi
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radioeins Kommentatorin

Bettina Gaus

Politische Korrespondentin der taz

Bettina Gaus
dpa

Einen abwechslungsreichen Beruf, interessante Gebiete bereisen, schreiben – das wollte Bettina Gaus und sie hat es geschafft. Mittlerweile freut sich die politische Korrespondentin der ... [mehr]