Di 04.01.
2022
08:10

Kommentar von Ann-Kathrin Hipp

Nachhaltigkeitslabel für Gas und Atomkraft täuscht mehr als jede Milchbezeichnung von Hafergetränken

Der frisch vermählten Ampel-Koalition könnte beim Streit um die Atomkraft und dem EU-Plan für nachhaltige Energien die erste Zerreißprobe drohen. Bei Grünen und FDP gehen die Meinungen weit auseinenader. Wie lange kann das gut gehen?

Ann-Kathrin Hipp © Privat
Ann-Kathrin Hipp | © Privat

Immer wenn eine wichtige Weichenstellung kommt, hat man das Gefühl, das die Regierungsparteien in ihren Vorstellungen doch ziemlich weit auseinander liegen: Bei der Energiewende ist das besonders anschaulich. Während die Grünen lieber heute als morgen aus der Kohle raus wollen, findet die FDP die fossilen Energien gar nicht so schlimm.

Jetzt soll die Atomkraft auch noch per EU-Plan als nachhaltig zertifiziert werden, was der SPD-Kanzler Olaf Scholz schon damals in der Großen Koalition unter CDU-Vorsitz mitgetragen hatte. Doch wie geht das mit den Grünen zusammen?

Und könnte die Regierungskoalition schon jetzt an ihrem Fortschritts-Versprechen scheitern? Ein Kommentar dazu von der freien Journalistin und Publizistin Ann-Kathrin Hipp.