Kommentar von Ann-Kathrin Hipp

Konsequenzen nach der Flutkatastrophe

Der Deutsche Wetterdienst und auch die europäische Behörde EFAS haben bereits Tage vor der Katastrophe Unwetter vorhergesagt, die Gemeinden seien dennoch nicht gut vorbereitet gewesen. Nach den Unwettern hat eine Debatte über den Stand der Katastrophenhilfe in Deutschland eingesetzt.

Ann-Kathrin Hipp © Privat
Ann-Kathrin Hipp | © Privat

Nach der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen – aktuell ist von mehr als 160 Toten die Rede - geht es inzwischen an die Fehleranalyse und die fällt ziemlich verheerend aus: "Wir haben Tage vorher deutlich und mehrfach gewarnt", sagt zum Beispiel der Deutsche Wetterdienst. Auch der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Armin Schuster, sagt: "150 Warnmeldungen wurden über unser System geschickt, an die Fernseh- und Rundfunkanstalten, an die Warnapps wie Nina oder Katwarn, an die Stadt-Informationstafeln usw.".

Aber diese Warnungen sind offenbar nicht angekommen. SPD-Gesundheitspolitiker Lauterbach findet: "Beim Katastrophenschutz sind wir genauso schlecht vorbereitet wie beim Pandemie-Schutz." Die FDP wirft dem Innenminister Seehofer Versäumnisse vor. Die Linkspartei fordert gar seinen Rücktritt.

Müssen jetzt Konsequenzen gezogen werden? Ein Kommentar dazu von Ann-Kathrin Hipp vom Tagesspiegel.

 



Spenden: Hilfe für Hochwasseropfer

"Aktion Deutschland Hilft" ruft mit folgendem Konto zu Spenden auf:

IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30
BIC: BFSWDE33XXX
Bank: Bank für Sozialwirtschaft
Stichwort: ARD/Hochwasser

www.aktion-deutschland-hilft.de