Mi 26.05.
2021
08:04

Kommentar von Christine Dankbar

Die Fusion von Vonovia und Deutsche Wohnen

Vonovia und Deutsche Wohnen wollen fusionieren. Wenn die Kartellbehörden zustimmen, entstünde ein gigantischer Wohnungskonzern - mit Folgen für die Mieter*innen.

Fahnen wehen vor der Konzernzentrale des Immobilienkonzerns Vonovia in Bochum © dpa/Bernd Thissen
Fahnen wehen vor der Konzernzentrale des Immobilienkonzerns Vonovia in Bochum | © dpa/Bernd Thissen

Der Immobilienkonzern Vonovia will Deutsche Wohnen übernehmen. Beide Unternehmen haben eine entsprechende Grundsatzvereinbarung unterzeichnet, wie die Vorstände gestern auf einer Pressekonferenz mitteilten. Damit würde Europas größter Konzern für Wohnimmobilien entstehen. Die Zustimmung der Kartellbehörde steht noch aus. Die beiden größten deutschen Vermieter haben zusammen mehr als 500.000 Wohnungen.

Kommen Mieter*innen jetzt vom Regen in die Traufe? Ein Kommentar dazu von Christine Dankbar, Politikchefin bei der Berliner Zeitung.

Fahnen wehen vor der Konzernzentrale des Immobilienkonzerns Vonovia in Bochum © dpa/Bernd Thissen
dpa/Bernd Thissen
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Der Berliner Mieterverein befürchtet durch die angestrebte Fusion von Vonovia und Deutsche Wohnen Nachteile für die Mieter*innen. Der hohe Kaufpreis von 18 Milliarden Euro müsse gegenfinanziert werden, erklärte Geschäftsführer Rainer Wild im Inforadio vom rbb. Das werde zu Lasten von Investitionen in Instandsetzung und Neubau gehen. Auch die angekündigte Begrenzung von Mietsteigerungen bringe laut Wild nicht viel, da viele Mieten ohnehin schon an der Kappungsgrenze liegen.