Kommentar von Hajo Schumacher

"Impfen ist zu einer gesellschaftspolitischen Polarisierungsfrage geworden"

Mehr als ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland ist geimpft. Mittlerweile kommt täglich eine Million Menschen mit der Erstimpfung dazu. Es geht voran, aber nicht schnell genug. Denn bis jede*r einen Impftermin bekommt, dauert es noch Wochen. Wer versucht sich vorzudrängeln, muss mit Strafen rechnen.

Hajo Schumacher © radioeins
Hajo Schumacher | © radioeins

Die Expert*innen machen sich allerdings schon neue Sorgen, nämlich, dass sich genug Leute impfen lassen wollen. Was das für die Einzelnen bedeutet, bringt der Chef-Virologe der Berliner Charité, Christian Drosten, in seiner neuesten Podcast-Folge auf den Punkt: "Wer sich jetzt beispielsweise aktiv dagegen entscheidet sich impfen zulassen, der wird sich unweigerlich infizieren. Da kann man nichts dagegen tun." Zum jetzigen Zeitpunkt wollen sich 70 Prozent in Deutschland impfen lassen.

Aber was ist mit dem Rest? Ist das die neue Debatte? Diskutieren wir künftig nicht mehr über Impfvordrängler, sondern Impfverweigerer? Ein Kommentar von Hajo Schumacher, Kolumnist der Berliner Morgenpost.