Der Kommentar von Ann-Kathrin Hipp - Muss die Bundesregierung mehr für flüchtende Russen tun?

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Seit der Ankündigung der Teilmobilmachung in Russland versuchen zahlreiche russische Männer einer Einberufung durch eine Flucht ins Ausland zu entgehen. Die Bundesregierung und große Teile der Opposition zeigen sich prinzipiell offen für die Aufnahme von Russen, die das Land verlassen wollen. Das Außenministerium vermeldet auch eine gestiegene Zahl Asylsuchender, aber die Sache hat mindestens einen Haken.

Dieser Haken: fehlende Einreisewege. Russland und Deutschland haben bekanntermaßen keine gemeinsame Grenze. Und die meisten osteuropäischen Nachbarn werden ihre Grenzen nicht für russische Flüchtende öffnen. Aktuell geht es daher über Finnland. Pro Asyl spricht daher von "Lippenbekenntnissen" der Politik, bei denen es nicht bleiben darf. Lippenbekenntnisse der Politik - muss die Bundesregierung mehr für flüchtende Russen tun? Ein Kommentar von Ann-Kathrin Hipp, Redakteurin beim Tagesspiegel.