Kommentar von Friedrich Küppersbusch

Konzertierte Aktion gegen Inflation und Lohn-Preis-Spirale

Die Inflation verfällt in eine schnellere Gangart. Die Ursachen sind vielfältig: Corona, gerissene Lieferketten, der Überfall auf die Ukraine. Um die Preissteigerungen abzubremsen, will der Bundeskanzler in einer sogenannten Konzertierten Aktion zusammen mit Spitzenvertretern der Arbeitnehmer, Arbeitgeber u.a. darüber beraten, was zu tun ist und welchen Beitrag beispielsweise die Tarifpartner dabei leisten können. Mit der Namensgebung orientiert er sich an einem vergleichbaren Vorgehen in Westdeutschland 1967.

Friedrich Küppersbusch © imago images/Reiner Zensen
Friedrich Küppersbusch | © imago images/Reiner Zensen

Der Kanzler zeigt im ARD-Sommerinterview Verständnis dafür, dass viele Menschen auf weitere Entlastungen drängen. Die immer weiter steigenden Energiepreise nennt er " sozialen Sprengstoff" , er mache sich große Sorgen, wenn die Heizrechnung für etliche Haushalte plötzlich um mehrere hundert Euro höher ausfalle. Die Regierung kümmere sich um dieses Problem, versicherte Scholz. Auch im Rahmen der sogenannten konzertierten Aktion , die heute startet.

Scholz hat Gewerkschaften, Arbeitgeber*innen und Expert*innen eingeladen, um gemeinsam Lösungen zu finden, was man gemeinsam gegen die hohe Inflation tun kann. Allerdings: ein weiteres Entlastungspaket bringt Scholz nicht ins Spiel. Gerade erst habe die Bundesregierung Entlastungen in Höhe von 30 Milliarden Euro auf den Weg gebracht - mit Beginn des Julis starte die Auszahlungen vieler Leistungen. Etliche Menschen hätten davon noch gar nichts mitbekommen. Nach Scholz Worten wird das nächste Jahr die "größte Herausforderung".

Sind von dem Treffen im Kanzleramt Antworten Lösungen für die sich anbahnende Krise zu erwarten? Es kommentiert Friedrich Küppersbusch.

Friedrich Küppersbusch © imago images/Reiner Zensen
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