Kommentar von Christine Dankbar

Russland dreht Polen und Bulgarien den Gashahn ab

Die Entscheidung wurde gestern Abend bekannt, und sie gilt ab heute. Der russische Konzern Gazprom will ab heute kein Erdgas mehr an die EU-Länder Polen und Bulgarien liefern. Russland hatte gedroht, europäischen Ländern den Gashahn zuzudrehen, wenn sie ihre Einfuhren nicht wie seit März gefordert in Rubel bezahlen.

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radioeins-Kommentatorin Christine Dankbar von der Berliner Zeitung im studioeins | © radioeins/Beate Kaminski
Polen erklärte daraufhin mehrfach, der Forderung nicht nachkommen zu wollen. Der polnische Ministerpräsident Morawiecki spricht von einem möglichen Erpressungsversuch Moskaus, sein Land sei aber vorbereitet. Gaslieferungen aus Russland haben bei unseren Nachbarn nicht die große Bedeutung wie bei uns.

Russland dreht also Polen und Bulgarien den Gashahn ab. Wie soll Deutschland darauf adäquat reagieren? Ein Kommentar von Christine Dankbar, Ressortleiterin Politik und Gesellschaft bei der Berliner Zeitung.
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