Kommentar von Ann-Kathrin Hipp

IPCC-Klimabericht: Wieviele Studien braucht es noch bis das Problem ernstgenommen wird?

Ein immer heißer werdender Planet und immer heftigere Wetterextreme - das sagt der Weltklimarat der Vereinten Nationen in seinem neuen Bericht voraus. Deshalb fordern Forschende und Politiker*innen auf der ganzen Welt, schnell zu handeln.

Ann-Kathrin Hipp © Privat
Ann-Kathrin Hipp | © Privat

"Die Alarmglocken sind ohrenbetäubend, und die Beweise sind unwiderlegbar" – das sind die Worte des UN-Generalsekretärs Antonio Guterres zum brandneuen Bericht des Weltklimarats (IPCC). Und wenn wir ganz ehrlich sind, dann klingen diese Alarmglocken doch schon lange: Die globale Erderwärmung ist menschengemacht, Extremwetterereignisse und -katastrophen häufen sich deswegen, wir müssen dringend handeln um diese Entwicklung aufzuhalten. All das wissen wir seit Jahrzehnten. Auf radioeins dazu der Klimaforscher Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK):

"Wir können es nicht zurück drehen, aber wir können verhindern, dass es wesentlich schlimmer wird, indem wir jetzt auf die Bremse treten, das heißt die globale Erwärmung abbremsen und möglichst bei 1,5 Grad, vielleicht 1,6 wie der IPCC-Bericht sagt, stoppen. Dann wird es nicht besser mit den Extremen, aber es wird jedenfalls nicht mehr schlimmer."

Aber die Frage ist: Kriegen wir das noch hin? Bislang, so steht es im Bericht, steuern wir auf eine Erwärmung deutlich über den viel beschworenen 1,5 Grad zu.

Bringt dieser IPCC-Bericht jetzt endlich die politische Wende? Ein Kommentar dazu von Ann-Kathrin Hipp vom Tagesspiegel.