Klimaminute

Wie gefährlich ist radioaktiver Abfall?

Eins ist klar: Die Kohlekraftwerke müssen abgeschaltet werden. Als vermeintlich saubere Alternative wird jetzt wieder über Atomenergie diskutiert. Aber wie sauber ist diese Energie wirklich?

Globus mit verschiedenen Möglichkeiten der Stromerzeugung
Globus mit verschiedenen Möglichkeiten der Stromerzeugung | © IMAGO / Ikon Images

Allein in einem Atomkraftwerk fällt pro Megawatt Leistung die Radioaktivität einer Hiroshima-Bombe an. Das heißt in allen sechs in Deutschland derzeit betriebenen AKWs entsteht pro Jahr die Radioaktivität von mehr als 8.500 Hiroshima-Bomben. Bestimmte Anteile dieser Radioaktivität zerfallen nach relativ kurzer Zeit - in nur wenigen Jahren. Doch andere Abfälle weisen extrem lange Halbwertszeiten auf.

Einer der giftigsten Stoffe überhaupt ist das beim Betrieb von Kernkraftwerken anfallende Plutonium, das nicht ohne Grund nach Pluto, dem Gott des Totenreichs, benannt wurde. Bereits wenige Millionstel Gramm wirken sofort tödlich auf lebende Organismen. Pro Jahr produziert allein in Deutschland jedes AKW ca. 300 kg Plutonium. Selbst nach vielen Millionen von Jahren sind davon immer noch riesige Menge vorhanden.

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