Die radioeins Klimaminute

Warum reagieren wir so träge?

Waldbrände, Starkregen, Überschwemmungen ... die Klimakrise ist mittlerweile allgegenwärtig. Aber warum gehen wir nicht alle auf die Straße, um wirksamere Maßnahmen zur Rettung unseres Klimas zu fordern? Warum fliegen wir noch, essen Fleisch und fahren nicht bei jeder Gelegenheit Rad oder Bahn?

Ein Mensch mit einem blauem Pfeil läuft entgegengesetzt der Masse mit roten Pfeilen © imago images/Ikon Images
Ein Mensch mit einem blauem Pfeil läuft entgegengesetzt der Masse mit roten Pfeilen | © imago images/Ikon Images

Warum ist es so schwer, diese Krise als für uns bedrohlich wahrzunehmen? Das könnte mit der Evolution zusammenhängen, erklärt der Autor Dan Gardner, der sich viel mit dem Thema Angst beschäftigt hat: Wir sind eigentlich Jäger und Sammler und haben dafür über Hunderttausende von Jahren Warnsysteme für unmittelbare Gefahren herausgebildet. Ein Raubtier, das uns angreift, nehmen wir sofort als Gefahr war und ergreifen entsprechende Maßnahmen zur Gegenwehr.

Der mögliche Zusammenbruch unseres Klimas ist allerdings viel zu abstrakt und keine unmittelbare Bedrohung, darum verdrängen wir diese wahrscheinlich größte Gefahr für unser Überleben lieber, statt uns ihr mit aller Kraft entgegenzustemmen.

Ein Mensch mit einem blauem Pfeil läuft entgegengesetzt der Masse mit roten Pfeilen © imago images/Ikon Images
imago images/Ikon Images
Download (mp3, 1 MB)