Die radioeins Klimaminute

Warum 1,5 Grad Celsius?

1,5 ist die magische Zahl, auf die die Klimawissenschaftler*innen die Politik und Gesellschaft einschwören wollen. Aber was macht das schon für einen Unterschied, ob es sich die Erde nun um 1,5 oder um 2 Grad Celsius erwärmt?

Die Erde wird von der Sonne angestrahlt © imago images/Ikon Images
Die Erde wird von der Sonne angestrahlt | © imago images/Ikon Images

Tatsächlich ist der Unterschied riesig. Schon bei 1,5 Grad Celsius Erderwärmung werden wir in Zukunft verstärkt mit Hitzewellen, Dürren, Starkregen und Hochwasser zu kämpfen haben. Steigt die Temperatur noch weiter an, wenn auch nur geringfügig, werden sogenannte Kipp-Punkte im Klimasystem ausgelöst. Diese Kipppunkte führen nicht nur dazu, dass sich die Effekte auf unser Klima selbst verstärken. Dann werden die Auswirkungen auch unumkehrbar.

Schmelzen z.B. die Permafrostböden in Sibirien oder der Arktis, in denen noch riesige Mengen CO2 und Methangas aus der letzten Eiszeit eingefroren sind, würde sich die Klimaerwärmung rasant verstärken. Wir müssen also in den nächsten 20 Jahren unsere Treibhausgas-Emissionen um mindestens zwei Drittel reduzieren, um diese 1,5 Grad Celsius zu erreichen. Denn sonst haben wir nicht mehr viele Möglichkeiten, den Zusammenbruch unseres Klimas zu verhindern.

Die Erde wird von der Sonne angestrahlt © imago images/Ikon Images
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