Klimaminute

Der Klimakiller

Der General Motors-Ingenieur Thomas Midgley ist für einige recht umweltschädliche Erfindungen verantwortlich, darunter auch das Kühlschrankgas, das am Ende des 20. Jahrhunderts als das gefährlichstes Klimagift überhaupt gelten wird: FCKW.

Ein Kühlschrank (Bild: IMAGO / agefotostock)
Ein Kühlschrank. | © IMAGO / agefotostock

Anfang der 20er Jahre wird Thomas Midgley bei General Motors gefeiert wie ein Popstar. Der US-Ingenieur hat etwas gegen lästige Klopfgeräusche von Automotoren entwickelt. 'Tetraethylblei' heißt sein Wundermittel. Dass die Arbeiter bei der Produktion des toxischen Stoffs regelmäßig aus den Latschen kippen, ignoriert der Ingenieur.

Gerüchten, dass das verbleite Benzin eine Gefahr für die Umwelt ist, begegnet er mit einer eigenwilligen Demonstration. Vor der versammelten Presse inhaliert er kräftige Züge des verbleiten Benzins. Die anschließende Bleivergiftung heilt er in aller Stille aus.

Danach geht Midgley ein weiteres Problem an. Kühlschränke werden damals noch mit toxischen Gasen befüllt, die oftmals unkontrolliert austreten. Midgley tauscht die Gase einfach gegen ein neues Gas aus, das am Ende des 20. Jahrhunderts als gefährlichstes Klimagift überhaupt gelten wird: FCKW. Als er mit 51 Jahren an Kinderlähmung erkrankt, erfindet er wieder etwas. Diesmal eine Apparatur aus Seilzügen, die ihn morgens aus dem Bett heben soll. Am Morgen des 2. November 1944 wird Thomas Midgley von dieser Apparatur erdrosselt.

Ein Kühlschrank (Bild: IMAGO / agefotostock)
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