Klimaminute

Solar Foods

Es gibt nicht wenige Menschen, die Pasi Vainikka für größenwahnsinnig halten. Der Gründer des finnischen Start-Up-Unternehmens "Solar Foods" hat ehrgeizige Pläne. Vainikka will sowohl das Klima retten als auch den globalen Hunger bekämpfen. Das allgemein als schädlich empfundene CO2 soll ihm dabei helfen.

Frau steht auf einer großen Gabel und schaut auf Spaghetti
Frau steht auf einer großen Gabel und schaut auf Spaghetti | © IMAGO / Ikon Images

Vainikka und seine Mitstreiter haben eine Methode entwickelt, Kohlendioxid aus der Luft herauszufiltern, um es in einem Bioreaktor mit Bakterien und Stickstoff zum Gären zu bringen. Dabei entsteht ein dickflüssiger Brei, der getrocknet zu einem Weizenmehl ähnlichen Pulver gemahlen werden kann. Aus diesem "Solein" genannten Pulver können wiederum Nudeln, Fleischersatz, Backwaren und Soßen hergestellt werden.

Ab Herbst 2022 will "Solar Foods" jedes Jahr rund 40 Millionen Mahlzeiten aus "Solein" produzieren. Die traditionelle industrielle Tierhaltung zur Fleischproduktion in Finnland würde dann in wenigen Jahren überflüssig werden – was auch dem Klimaschutz zugutekäme. Denn die Landwirtschaft sorgt weltweit für ein Viertel aller Emissionen von Treibhausgasen. Die Produktion von "Solein"-Produkten würde hingegen nur ein Prozent davon ausmachen.

Frau steht auf einer großen Gabel und schaut auf Spaghetti
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