Die radioeins Klimaminute

Mit Algen gegen Kuhfürze

Würden Kühe weniger pupsen, ließe sich der Klimawandel verlangsamen. Und das geht. Die Kühe müssten nur etwas anderes fressen.

Schwebende Kühe © imago images/Ikon Images
Schwebende Kühe | © imago images/Ikon Images

2019 gab eine Forschungsgruppe an der University of California bekannt, dass die Methan-Emission durch Kühe um 82 Prozent reduziert werden könnte. Für eine Studie haben sie Rotalgen in das Futter der Tiere gemischt. Schon ein geringer Anteil dieser Algen reiche aus, damit die Tiere weniger Methan ausstoßen.

Das Gas entsteht im Darm der Tiere, während Mikroben das Futter zersetzen. Bei jedem Kuhpups entweicht das Gas Methan in die Atmosphäre. Methan ist neben Kohlendioxid das zweite entscheidende Treibhausgas. Laut Umweltbundesamt ist die Massentierhaltung für 62 Prozent des Methanausstoßes in Deutschland verantwortlich. Die neue Diät könnte da helfen diesen Wert zu reduzieren und Geschmack von Milch und Fleisch beeinflussen die Algen übrigens gar nicht.

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