Klimaminute

Kleidung

Wir kaufen zu viele Klamotten und sind damit weltweit Spitzenreiter. In Deutschland werden im Jahr durchschnittlich 12 bis 15 Kilogramm an Bekleidung gekauft. Dabei brauchen wir das ganze Zeug gar nicht. Durchschnittlich tragen wir jedes Kleidungsstück nur sieben Mal. Das hat große Auswirkungen auf unsere Umwelt und das Klima. Die Textilindustrie ist nämlich verantwortlich für 10 Prozent der weltweiten Kohlenstoff-Emissionen. Das ist mehr als internationale Flüge und Schiffsfahrten zusammen.

Menschen mit Einkauftaschen
Menschen mit Einkauftaschen | © IMAGO / Ikon Images

Bei der Herstellung eines einzigen T-Shirts fällt das Fünfzigfache des Eigengewichts an Treibhausgasen an. Und der Wasserverbrauch ist enorm: Um eine einzige Jeans herzustellen werden 7.000 Liter Wasser benötigt. Mit dieser Menge kann man fast ein ganzes Jahr lang wöchentlich baden.

Ein guter Schritt, um die Klamottenflut zu reduzieren: Kaufen Sie weniger dafür bessere Kleidung ein. Hilfreich sind Zertifikate wie das staatliche Textilsiegel der Grüne Knopf für sozial und ökologisch hergestellte Textilien. Vermeiden sie Mischgewebe, damit sich die Textilien besser recyclen lassen, kaufen sie im Secondhandladen ein oder leihen sie sich Kleidung für besondere Anlässe. Oder greifen sie auch mal wieder zur Stopfnadel, wenn es ein Loch im Pullover gibt.

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