Klimaminute

Flächenverbrauch

Was haben Innenstädte und Donuts gemeinsam? Im Kern ist ein Loch und drum herum gehts es immer fetter zu, denn in Deutschland findet 80 Prozent des Flächenverbrauchs abseits urbaner Räume statt. Und das ist ein Problem.

Ein Haufen Donuts. (Bild:IMAGO / Dmitry Niko)
Viele Städte sind wie Donuts: innen leer und außen zu dick. | © IMAGO / Dmitry Niko

Schon mal was vom Donut-Effekt gehört? Der hat nichts mit Gebäck zu tun, sondern mit Neubauten und ist obendrein schlecht fürs Klima.

Aber von Anfang an: 52 Hektar Freifläche verschwinden in Deutschland jeden Tag für Einfamilienhäuser, Straßen oder Gewerbe. Will Deutschland seine Klimaziele 2030 erreichen, dürften es nur 30 Hektar sein.

Fast 80 Prozent des Flächenverbrauchs findet abseits urbaner Räume statt. Gleichzeitig wächst in den Städten der Leerstand, denn bereits verbaute Flächen bleiben ungenutzt. Für das Haus am Stadtrand entsteht oft eine eigene Verkehrsinfrastruktur. Der Ortskern verödet. Die Folge: der sogenannte Donut-Effekt – dicker Rand, leere Mitte.

Und warum ist das jetzt schlecht fürs Klima? Boden ist eine wertvolle Ressource, darauf wachsende Pflanzen binden CO2, unverbaute Flächen lassen Wasser nach starken Regenfällen gut ablaufen und kühlen die Umgebung. Sind sie verbaut, kommt es häufiger zu Überschwemmungen, die Grundwasservorräte sind niedriger und vor allem in Städten entstehen Hitzeinseln.

Die gute Nachricht ist: Der Verbrauch geht langsam zurück: Um die Jahrtausendwende lag er noch bei 129 Hektar pro Tag.

Ein Haufen Donuts. (Bild:IMAGO / Dmitry Niko)
IMAGO / Dmitry Niko
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