Klimaminute

Energieverbrauch Netznutzung

Wann immer man eine Suchanfrage stellt, Emails oder Nachrichten verschickt, Podcasts hört oder Videos schaut, wird das an einen Rechner in einem Rechenzentrum geleitet. Das frisst in der Summe Unmengen von Strom. Im letzten Jahrzehnt ist allein der Energieverbrauch der IT-Komponenten in den Rechenzentren um ganze 75 Prozent gestiegen. "Nur", kann man sagen, wenn man bedenkt, dass sich deren Leistung in dieser Zeit vervielfacht hat.

Ein Mann mit einem Stecker und einem Netzwerk aus Lichtern
Ein Mann mit einem Stecker und einem Netzwerk aus Lichtern | © IMAGO / Ikon Images

Trotzdem es gibt hier noch sehr viel Einsparungspotential in Sachen Energieverbrauch. Z.B. kann die Kühlung auch über Freiluft- statt über Klimaanlagen gewährleistet werden. Und auch die Abwärme der Rechner ließe sich nutzen. In einer Stadt wie Frankfurt, in der es eine echte Ballung von Rechenzentren gibt, könnte man beispielsweise die ganze Stadt mit deren Abwärme zu beheizen.

Aber auch als Endnutzer gibt es Möglichkeiten, beim Streaming CO2 einzusparen. Greift man über einen Glasfaseranschluss auf einen Clouddienst zu, um beispielsweise eine Stunde lang ein Video in HD-Qualität zu streamen, hat man nach einer Studie des Umweltbundesamtes den geringsten Verbrauch. Ein Streaming über das Mobilfunknetz katapultiert den CO2 Verbrauch – je nachdem, ob man mit 3, 4 oder 5G streamt – um ein Vielfaches in die Höhe. Ein Streamen über WLAN ist also in jedem Fall umweltfreundlicher. Eine weitere Stellschraube ist die Qualität des gestreamten Videos: Ultra-HD verursacht zum Beispiel zehnmal so viel Datenvolumen wie HD-Videos und treibt so ebenfalls den Stromverbrauch und damit die CO2 Belastung in die Höhe.

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