Die radioeins Klimaminute

Drohender Untergang

Den Bewohner*innen der Marshallinseln steht das Wasser bis zum Hals. Der Inselstaat in Mikronesien droht durch den steigenden Meeresspiegel unterzugehen. Schon jetzt werden landwirtschaftliche Flächen von Salzwasser überschwemmt, auf den Böden wächst kaum noch etwas.

Ein Mann greift nach einem Rettungsring
Ein Mann greift nach einem Rettungsring | © IMAGO/Ikon Images

Die Regierung will nun Sand an bestimmten Stellen abpumpen und an anderen wieder aufschütten, um die Inseln anzuheben. Gelingt es nicht, diesen Lebensraum zu erhalten, müssten sich 53.000 Menschen ein neues Zuhause suchen.

Die Risiken der Aufschüttung sind laut Forscher*innen aber kaum zu kalkulieren. Fehlt der Sand, könnten sich Meeresströmungen verändern. Schnecken, Würmer, im Boden lebende Fische oder Muscheln würden ihren Lebensraum verlieren.

Ein ähnliches Schicksal droht auch der deutschen Nordseeinsel Sylt: Sie würde verschwinden, wenn nicht seit Jahren Sand von Baggerschiffen durch unterirdische Rohre direkt an den Strand gepumpt würde.

Ein Mann greift nach einem Rettungsring
IMAGO/Ikon Images
Download (mp3, 1 MB)