100 Jahre Radio

Musik der 30er Jahre

Anfang der 30er Jahre drückte die Weltwirtschaftskrise auch auf die Verhältnisse in der Weimarer Republik. Am Ende wurde nur noch mit Notverordnungen regiert und 1933 kamen mit Adolf Hitler die Nazis an die Macht. Via Volksempfänger wurde Deutschland auf die braune Ideologie eingeschworen und das Abhören ausländischer Sender konnte ab 1939 sogar mit dem Tode bestraft werden.

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Deshalb wäre ein gemixtes Musikprogramm mit Zarah Leander, Louis Armstrong, Heinz Rühmann, Willy Fritsch und den Andrews Sisters wohl damals bestimmt nicht über den damaligen Reichsrundfunk gegangen zumal der amerikanische Jazz als entarte Musik vom NS-Regime verboten war.

Das populärste Gesangsensemble der 30er Jahre waren in Deutschland die Comedian Harmonists. Gegründet 1928 in Berlin Friedenau nahm das Sextett, bestehend aus 3 Tenören, einem Bass, einem Bariton und einem Pianisten, zahlreiche bis heute populäre Schlager auf wie „Wochenend und Sonnenschein“, „Veronika, der Lenz ist da“ oder „In der Bar zum Krokodil“ Die Machtergreifung der Nazis führte für drei Ensemble-Mitglieder wegen ihrer jüdischen Wurzeln zum Berufsverbot und damit 1935 zum Ende der Comedian Harmonists. Im November 1934 konnten sie aber noch einen echten Klassiker aufnehmen: Mein kleiner grüner Kaktus.

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