Fünf Jahre in 30 Tagen

Hier kommt Alex - Folge 14

April 1800, Humboldt und seine Gefährten sind auf dem zweitlängsten Fluss Südamerikas unterwegs: dem Orinoco. 

Hier kommt Alex #14 © Melcher
Hier kommt Alex #14 | © Melcher

Ihr voll beladenes Boot wird von seinen indigenen  Begleitern geschickt  aber auch kräftezehrend durch die Felsen und Stromschnellen flußaufwärts gerudert und gezogen. Humboldt hat großen Respekt vor ihrer Leistung, vor allem weil die Umstände nicht widriger sein können: Überall Insekten, vor allem Moskitos, die ihn und seine Gefährten plagen.

„Von nun an findet der Reisende keine Ruhe mehr. Hat er poetische Stellen aus Dante im Kopf, so mag ihm zumute sein, als standen an den Felswänden die merkwürdigen Verse aus dem dritten Gesang der Hölle geschrieben: “Gelangt sind wir dahin, wo ich Dir sagte, du würdest sehen die schmerzerfüllten Scharen. Ich zweifle, ob es ein Land auf Erden gibt, wo der Mensch grausamere Qualen zu erdulden hat, als hier in der Regenzeit.

Doch die Insektenplage hält Humboldt nicht auf. Mit seinen Begleitern dringt er als erster Wissenschaftler in bisher unbekannte Gebiete vor. Und schließlich kann er auch nachweisen, wovon er die ganze Zeit überzeugt war: dass es eine Verbindung zwischen dem Orinoco und dem Rio Negro gibt und damit dem Amazonas, dem längsten Fluss Südamerikas.