Angriff auf die Demokratie

Wie US-Medien auf die Stürmung des Kapitols reagieren

Es sei ein beispielloser Angriff auf die Demokratie, sagte der gewählte US-Präsident Joe Biden nach der Stürmung des Kapitols. Es gab Plünderungen. Abgeordnete verbarrikadierten sich in den Sitzungssälen und wurden schließlich in Sicherheit gebracht. Ein Amerikaner mit Fell-Hut und Stierhörnern posierte auf dem Podium des Senats. Es sind Bilder wie aus einer modernen Dystrophie.

Protestiere sind vor dem Kapitol in Washington in Wolken vonTränengas eingehüllt © Bryan Smith/Zuma Press/dpa
Protestiere sind vor dem Kapitol in Washington in Wolken vonTränengas eingehüllt | © Bryan Smith/Zuma Press/dpa

Die Washington-Post schreibt: Wie Trump-Aufrührer ins Kapitol einbrachen. Die New York Times vergleicht dem Vorfall mit einem der schwersten seit dem britisch-amerikanischen Krieg, als das Kapitol brannte.

Die News und Medien in den USA sind nach dem Vorfall – dem Einbruch in das Kapitols in Washington – voll davon. Im Kapitol sitzt der US-Kongress, der Legislative der USA. Nachdem Donald Trump zuvor seine Anhänger noch motiviert hatte aktiv zu werden, hat nach dem Einbruch seiner Anhänger in das Gebäude selbst der ihm sonst meist wohlgesonnene Sender Fox News die Reißleine gekappt:

"Eine Trump Fahne zu hissen, dafür die Amerikanische runterzureißen ist nicht patriotisch. Es ist eines der schlimmsten Dinge, die ich je gesehen habe", erklärte Moderator Brian Kilmeade.

Gebracht hat es nichts: Der Kongress hat die Abstimmung abgeschlossen und der Demokrat Joe Biden ist zum nächsten US-Präsidenten gewählt worden.

Über die Reaktion der Medien in den USA auf die Vorfälle der letzten Tage sprechen Julia Menger und Kerstin Hermes mit dem Leiter Friedrich Naumann Stiftung in Washington, Claus Gramckow.

Protestiere sind vor dem Kapitol in Washington in Wolken vonTränengas eingehüllt © Bryan Smith/Zuma Press/dpa
Bryan Smith/Zuma Press/dpa
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