COP26 in Glasgow

Weltklimakonferenz geht in die Verlängerung

Nach zwei Wochen sollte die UN-Klimakonferenz COP26 in Glasgow gestern zu Ende gehen - ging dann aber, wie erwartet, doch in Verlängerung. Wichtige Aspekte wie die Unterstützung der ärmeren Länder - vor allem nach dem Jahr 2025 - sowie Standards zum Handel von Emissionsrechten unter den Staaten müssen noch geklärt werden.

Ein Plakat für besseren Klimaschutz wird bei einem Protest vor dem Gelände der UN-Klimakonferenz COP26 in die Höhe gehalten
Ein Plakat für besseren Klimaschutz wird bei einem Protest vor dem Gelände der UN-Klimakonferenz COP26 in die Höhe gehalten | © dpa/Christoph Soeder

Eine echte Überraschung ist es nicht: Die Weltklimakonferenz ist – wie schon so viele vor ihr – in die Verlängerung gegangen, heute wird weiterverhandelt. Obwohl Alok Sharma, der Präsident der UN-Konferenz, immer wieder Druck gemacht hatte, konnten bis zum Freitagabend dann doch nicht alle Streitpunkte geklärt werden. Der britische Premier und Gastgeber Boris Johnson, hat die Delegierten noch einmal ermahnt, alles aufzubieten, um einen guten Abschluss zu schaffen.

Die COP26 könne nicht das Klima retten, wohl aber die Möglichkeit offenhalten, die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, so der britische Premier. Mit Blick auf die schwierigen Gespräche über die Klimafinanzierung, für die besonders die Industriestaaten mehr Geld geben sollen, meinte Johnson:

„Wir müssen das Geld auf dem Tisch sehen, dass die Entwicklungsländer brauchen, um die nötigen Veränderungen vorzunehmen. Aber das muss in den nächsten wenigen Stunden passieren.“

Auf diesen letzten Metern der Konferenz wird intensiv um Finanzen und Formulierungen gerungen. Dabei geht es auch um einen umstrittenen und zuletzt verwässerten Aufruf im Text, den Kohleausstieg zu beschleunigen. Neben dem Kohlepassus und den Finanzen wird außerdem weiter über das Klimaschutz-relevante Regelwerk debattiert, das auch sechs Jahre nach dem Pariser Abkommen immer noch nicht in Gänze verabschiedet ist.

ARD-Korrespondent Marcel Heberlein berichtet darüber aus Glasgow.

Ein Plakat für besseren Klimaschutz wird bei einem Protest vor dem Gelände der UN-Klimakonferenz COP26 in die Höhe gehalten
dpa/Christoph Soeder
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