Welthunger-Index 2021

"Da wo Hunger herrscht, werden Konflikte nicht beendet"

"Zero Hunger bis 2030“ – das ist die überaus ehrgeizige Zielvorgabe der Deutschen Welthungerhilfe. Doch bis dahin ist es noch ein sehr weiter Weg: Klimakrise, gewaltsame Konflikte und die Corona-Pandemie haben die weltweite Hungersituation in den letzten Monaten weiter verschärft.

Mädchen bei einer Nahrungsmittelverteilung in Mali, Region Kayes, Dorf Tourourou, 2012. © Jens Grossmann/Welthungerhilfe
Mädchen bei einer Nahrungsmittelverteilung in Mali, Region Kayes, Dorf Tourourou, 2012 | © Jens Grossmann/Welthungerhilfe

Seit 2006 veröffentlicht die Welthungerhilfe gemeinsam mit anderen NGOs jedes Jahr den Welthunger-Index und zeigt damit konkret auf, in welchen Ländern der größte Handlungsbedarf besteht. Heute Vormittag wird die neue, mittlerweile 16. Ausgabe des Berichts in Berlin vorgestellt.

Starke Hungersnöte haben einen direkten Zusammenhang mit einer hohen Kindersterblichkeit. Bedingt werden diese häufig von Krieg und Krisen. Momentan gebe es weltweit 47 Länder, in denen es Formen von "Hungersnöten" gebe. Corona habe dabei auch zu einer Verschärfung beigetragen, weil dadurch die Preise für Lebensmittel gestiegen sind - durch Verknappung. Eine Mahlzeit falle dann weg und Leidtragende sind häufig die Kinder, deren Wachstum dadurch massiv beeinträchtigt wird.

Was wir tun können und was unser Fleischverbrauch in Europa mit den Hungersnöten weltweit zu tun hat, erklärt Mathias Mogge, Vorstandsvorsitzender der Welthungerhilfe.

Mädchen bei einer Nahrungsmittelverteilung in Mali, Region Kayes, Dorf Tourourou, 2012. © Jens Grossmann/Welthungerhilfe
Jens Grossmann/Welthungerhilfe
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