Klimaschutz

Warum wir eine CO2-Steuer brauchen und wie sie aussehen könnte

Warum ist Diesel subventiert, Benzin aber nicht bzw. weniger? Warum sind die Energieabgaben auf Heizöl nur ein Burchteil so hoch wie auf Strom? Zum Weltklimagipfel in Kattowitz ist auch die Diskussion über eine CO2-Steuer wieder entbrannt.

Ein Auto fährt an einem Schild mit Aufschrift "CO2" vorbei © dpa/Julian Stratenschulte
Ein Auto fährt an einem Schild mit Aufschrift "CO2" vorbei | © dpa/Julian Stratenschulte

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat sich für eine "sozial abgefederte" CO2-Steuer ausgesprochen. Im Interview mit dem ARD-Mittagsmagazin sagte sie zum Start des Weltklimagipfels: Es sei "nicht so einfach mit unserem Steuersystem". Man brauche einen "Preis für CO2", gleichzeitig sei klar: "Wir müssen auf der anderen Seite Entlastungen hinkriegen. Ich kann mir zum Beispiel vorstellen, dass man den Strom dann billiger macht."  

Kritik daran, dass seit Jahren über eine mögliche Steuer auf Kohlendioxid diskutiert werde, wies Schulze zurück: "Wir können es nicht einfach ausprobieren in der Praxis, sondern wir brauchen jetzt ein Modell, das durchdacht ist."

Der Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Schmidt, und der Klimaforscher Edenhofer schlagen vor, den CO2-Preis und die Steuern auf fossile Energieträger wie Benzin, Diesel oder Heizöl anzuheben. Gleichzeitig soll die Stromsteuer sinken.  

Schulze betonte, die Maßnahmen müssten gerecht sein. In Frankreich sehe man zurzeit, dass Klimaschützer die soziale Frage nicht übersehen dürften. Dort wird auch gegen eine Ökosteuer auf Diesel protestiert. Und die Regierung setzt die geplanten Steuererhöhungen vorerst aus.

Wie eine gerechte CO2-Steuer aussehen kann, darüber sprechen Julia Menger und Kerstin Hermes mit Ulf Sieberg vom Verein "CO2-Abgabe".

Ein Auto fährt an einem Schild mit Aufschrift "CO2" vorbei © dpa/Julian Stratenschulte
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