Politik

Trump nennt Deutschland Russlands "Gefangenen"

Kurz vor Beginn des NATO-Gipfels gestern in Brüssel hat US-Präsident Trump Deutschland schwere Vorwürfe gemacht. Seine Kritik entzündete sich an der geplanten Pipeline, die Erdgas durch die Ostsee von Russland nach Deutschland befördern soll.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) neben US-Präsident Donald Trump beim NATO-Gipfel in Brüssel © Ludovic Marin/POOL AFP/AP
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) neben US-Präsident Donald Trump beim NATO-Gipfel in Brüssel | © Ludovic Marin/POOL AFP/AP

Im Streit um die Verteidigungsausgaben in der NATO hat US-Präsident Trump Deutschland scharf attackiert. Die USA beschützten den NATO-Partner, und gleichzeitzig mache die Bundesregierung milliardenschwere Erdgasdeals mit Russland, sagte Trump bei einem Gespräch mit NATO-Generalsekretär Stoltenberg. Der wies die Vorwürfe zurück. Selbst in Zeiten des Kalten Krieges hätten NATO-Partner Handelsbeziehungen mit Russland gehabt. 

Auch Bundeskanzlerin Merkel hat die heftige Kritik von US-Präsident Trump an Geschäften mit Russland zurückgewiesen. Deutschland mache eine eigenständige Politik und treffe Entscheidungen unabhängig, sagte Merkel zum Auftakt des NATO-Gipfels in Brüssel.

Gestern Nachmittag äußerte sich Trump nach einem Treffen mit Bundeskanzlerin Merkel am Rande des NATO-Gipfels in Brüssel und sprach widerum von einer großartigen Beziehung zu Deutschland und von einem großartigen Treffen.

Tom Böttcher und Marco Seiffert sprechen darüber mit Wolfgang Hellmich (SPD), dem Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses des Bundestages.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) neben US-Präsident Donald Trump beim NATO-Gipfel in Brüssel © Ludovic Marin/POOL AFP/AP
Ludovic Marin/POOL AFP/AP
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