Streit um Umweltstiftung

Nord Stream 2 als "Klimaschutz"-Projekt?

"Stiftung Klima- und Umweltschutz MV" - das klingt sauber, grün und umweltfreundlich. Und so hat es Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin, Manuela Schwesig, auch dem Landtag verkauft. Doch dient sie in Wahrheit nur dem Weiterbau der Gaspipeline Nord Stream 2?

Rohre für die Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 werden auf dem Gelände des Hafens Mukran bei Sassnitz gelagert © dpa/Stefan Sauer
Rohre für die Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 werden auf dem Gelände des Hafens Mukran bei Sassnitz gelagert | © dpa/Stefan Sauer

Es fehlt nicht mehr viel: 94 Prozent der Gas-Pipeline Nord Stream 2 durch die Ostsee sind bereits fertiggestellt. Jetzt sollen auch die letzten Kilometer in Angriff genommen werden. Und das Land Mecklenburg-Vorpommern will mit der "Stiftung Klima- und Umweltschutz MV" den Weiterbau der Gas-Pipeline Nord Stream 2 retten, die fast - fertig gebaut - eigentlich Gas von Russland direkt nach Deutschland transportieren soll.

Die USA haben das Projekt ausgebremst. Begründung: die dadurch entstehende Energieabhängigkeit Europas von Russland. Mit der Stiftung sollen jetzt eventuelle Sanktionsmaßnahmen aus Washington ins Leere laufen.

Tom Böttcher und Marco Seiffert sprechen darüber mit Jochen Schulte, dem Parlamentarischen Geschäftsführer der SPD Fraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern.

Rohre für die Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 werden auf dem Gelände des Hafens Mukran bei Sassnitz gelagert © dpa/Stefan Sauer
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