Präsidentschaftswahl

Stichwahl in Polen nötig

Nach der Präsidentenwahl in Polen hat Amtsinhaber Duda die Abstimmung zwar gewonnen, die absolute Mehrheit aber verfehlt. Nun muss er in einer Stichwahl am 12. Juli 2020 gegen seinen Herausforderer Trzaskowski antreten.

Rafal Trzaskowski, Bürgermeister von Warschau und Präsidentschaftskandidat von Polens größtem Oppositionsbündnis, muss sich in zwei Wochen mit dem amtierenden Präsidenten Polens, Duda, einer Stichwahl stellen © Piotr Nowak/PAP/dpa
Rafal Trzaskowski, Bürgermeister von Warschau und Präsidentschaftskandidat von Polens größtem Oppositionsbündnis, muss sich in zwei Wochen mit dem amtierenden Präsidenten Polens, Duda, einer Stichwahl stellen | © Piotr Nowak/PAP/dpa

Bei der Präsidentschaftswahl in Polen kommt es in zwei Wochen zur Stichwahl. Amtsinhaber Andrzej Duda verfehlte laut Prognosen im ersten Wahlgang mit knapp 43 Prozent die absolute Mehrheit. Er wird von der national-konservativen Regierungspartei PiS unterstützt.

Der liberale Warschauer Bürgermeister Rafał Trzaskowski erhielt rund 30 Prozent der Stimmen. Er wurde vom liberal-konservativen Oppositionsbündnis "Bürgerplattform" aufgestellt.

Eine zweite Amtszeit Dudas würde das Machtmonopol der Regierungspartei PiS untermauern. In Polen kann der Präsident Gesetze mit einem Veto blockieren und auch eigene Gesetzesinitiativen anstoßen. Die Wahlbeteiligung war mit fast 63 Prozent sehr hoch.

Über die Präsidentschaftswahl in Polen sprachen Julia Menger und Kerstin Hermes mit Christoph Bartmann. Er ist Leiter des Goethe-Instituts in Warschau.

Rafal Trzaskowski, Bürgermeister von Warschau und Präsidentschaftskandidat von Polens größtem Oppositionsbündnis, muss sich in zwei Wochen mit dem amtierenden Präsidenten Polens, Duda, einer Stichwahl stellen © Piotr Nowak/PAP/dpa
Piotr Nowak/PAP/dpa
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