Der neue Lauschangriff

SPD lehnt Zugriff auf Smart Home, Alexa, Siri und Co. ab

Die Sicherheitsbehörden sollen künftig Zugriff auf vernetzte Geräte wie den Sprachassistenten Alexa bekommen. Das sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin. Um Kriminalität effektiv bekämpfen zu können, sei es wichtig, auch auf diesen Geräten gespeicherte Daten in die Strafverfolgung einbeziehen zu können. Das Thema steht auf der Tagesordnung der Innenministerkonferenz, die heute in Kiel beginnt.

An einem smarten Lautsprecher ist das Mikrofon ausgesschaltet © dpa/Franziska Gabbert
Die Polizei darf an Daten von Smart-Home-Geräten und Sprachassistenten bisher aus Datenschutzgründen nicht ran | © dpa/Franziska Gabbert

In der SPD gibt es weiter Widerstand gegen Überlegungen, der Polizei den Zugriff auf die Daten von Sprachassistenten zu ermöglichen. Die Innenminister wollen ab heute in Kiel darüber beraten, ob die Daten von Sprachassistenten wie Alexa oder Siri sowie internetfähigen Fernsehern vor Gericht verwendet werden dürfen.

Der digitalpolitische Sprecher der SPD, Jens Zimmermann, sagt, das Maß sei langsam voll. Er könne den Vorstoß der Innenminister von Bund und Ländern nicht nachvollziehen, immer mehr an Überwachung einzuführen. Die Balance zwischen Freiheit und Sicherheit dürfe nicht aus dem Gleichgewicht gebracht werden.

Tom Böttcher und Marco Seiffert sprechen darüber mit Jens Zimmermann von der SPD.

An einem smarten Lautsprecher ist das Mikrofon ausgesschaltet © dpa/Franziska Gabbert
dpa/Franziska Gabbert
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