Koalitionskritiker führen SPD

SPD-Basis stimmt gegen etablierte SPD-Führung

Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans haben sich im Mitgliederentscheid mit rund 53 Prozent der Stimmen gegen Finanzminister Scholz und die Brandenburger Politikerin Geywitz durchgesetzt. Offiziell wird die neue SPD-Führung auf dem Parteitag am kommenden Freitag gewählt.

Nach dem Votum der SPD-Basis für Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans als neue Parteichefs ist die Zukunft der großen Koalition ungewiss © dpa/Jörg Carstensen
Nach dem Votum der SPD-Basis für Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans als neue Parteichefs ist die Zukunft der großen Koalition ungewiss | © dpa/Jörg Carstensen

Die SPD wird künftig von einer Doppelspitze geführt, die den Fortbestand der großen Koalition infrage stellt. Beim Mitgliederentscheid votierte eine Mehrheit für das Duo Esken/ Walter-Borjans. Die Groko-Befürworter Scholz und Geywitz unterlagen. 

Saskia Esken sagte am Abend in den ARD-Tagesthemen, man wolle beim Parteitag in einer Woche noch keinen Ausstieg aus der Groko empfehlen. Vielmehr wolle man einen gemeinsamen Kurs mit der Fraktion und den SPD-Ministern suchen. 

Esken und Walter-Borjans bekräftigten am Abend, sie wollten mit der Union über einige Punkte im Koalitionsvertrag neu verhandeln. CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer hat das bereits abgelehnt.

ARD-Korrespondent Kai Clement berichtet darüber.

Nach dem Votum der SPD-Basis für Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans als neue Parteichefs ist die Zukunft der großen Koalition ungewiss © dpa/Jörg Carstensen
dpa/Jörg Carstensen
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