Schule nach den Osterferien

Neuköllner Gymnasien protestieren gegen Schulöffnungen

Der Berliner Senat berät heute darüber, wie er in der Corona-Pandemie weiter verfahren will. Unter anderem soll es dabei um die Frage gehen, wie es nach dem Ende der Osterferien ab kommenden Montag in den Schulen weitergeht. Seit einiger Zeit absolvieren die meisten Schüler Wechselunterricht in kleinen Gruppen. Das heißt, sie lernen abwechselnd in der Schule und zuhause. Allerdings müssen die 7. bis 9. Klassen noch komplett zuhause lernen. Unklar ist, ob auch sie dann Wechselunterricht bekommen sollen.

Blick in ein leeres Klassenzimmer © imago images/imagebroker
Blick in ein leeres Klassenzimmer | © imago images/imagebroker

Wie schnell sich die Lage in der Pandemie ändern kann, zeigt die Diskussion um die Schulöffnungen. Vor drei Wochen noch hat der Berliner Senat beschlossen, nach den Osterferien, also nächste Woche, mit dem Wechselunterricht zu beginnen. Doch diese Entscheidung basierte noch auf sinkenden Inzidenzen, inzwischen sind die Infektionszahlen aber längst wieder gestiegen. Was also tun?

Heute entscheidet der Senat, wie es nach den Osterferien an den Schulen weitergeht. Die Leiter der sechs öffentlichen Gymnasien des besonders betroffenen Berliner Bezirks Neukölln sind dieser Entscheidung nun zuvorgekommen und haben gestern vorsorglich gegen einen Beginn des Wechselunterrichts protestiert. Sie möchten mit dem „schulisch angeleiteten Lernen zu Hause“ (saLzH) weitermachen. Präsenzangebote solle es nur zur Abiturvorbereitung geben und für Schüler in prekären Lagen, heißt es sinngemäß in einem gemeinsamen Schreiben.

Einer der Unterzeichner ist der Schulleiter des Ernst-Abbe-Gymnasiums, Tilmann Kötterheinrich-Wedekind. Tom Böttcher und Marco Seiffert sprechen mit ihm darüber.

Blick in ein leeres Klassenzimmer © imago images/imagebroker
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