Bundesparteitag in Braunschweig

Meuthen und Chrupalla bilden neue Doppelspitze der AfD

Die AfD zeigte Einigkeit. Keine Eskalationen, mehrfache Standing-Ovations, die Vorstandswahlen liefen so, wie die meisten vermutet hatten. Meuthen und Chrupalla bilden eine neue Doppelspitze. Stellvertretende Bundessprecherin ist Alice Weidel geworden. Die gesamte neue AfD-Spitze sagte, dass man sich auch auf Neuwahlen 2020 einstelle. Meuthen sagte, dass Regierungsbildungen in absehbarer Zeit nicht mehr ohne Gespräche mit der AfD gingen.

AfD will regierungsfähig werden - Chrupalla und Meuthen führen Partei © dpa/Julian Stratenschulte
AfD will regierungsfähig werden - Chrupalla und Meuthen führen Partei | © dpa/Julian Stratenschulte

Abgeschirmt von der Außenwelt tagt die AfD heute weiter: Zum Schutz vor Gegendemonstranten bleiben die Schalousien der Parteitagshalle geschlossen; die Bau-Zäune mit dunklen Planen lassen weiter keinen Blick in die Halle zu. Den ganzen Tag über haben gestern tausende Menschen friedlich gegen die Versammlung der AfD in Braunschweig demonstriert. Die Polizei war mit mehreren Hundertschaften und Wasserwerfern vor Ort.

AfD-Mitbegründer Gauland hat den Chefsessel freigemacht für seinen Wunsch-Nachfolger: Tino Chrupalla aus Sachsen. Der 44-Jährige bezeichnet sich selbst als Stimme des Ostens. Er wolle sich um die Menschen im Osten kümmern, die die SPD seit Jahren vernachlässige. Aufgrund der Entscheidung der SPD-Basis für Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken geht die AfD von einem baldigen Bruch der Großen Koalition und damit von Neuwahlen im kommend en Jahr aus.

ARD-Korrespondentin Vera Wolfskämpf berichtet darüber.

AfD will regierungsfähig werden - Chrupalla und Meuthen führen Partei © dpa/Julian Stratenschulte
dpa/Julian Stratenschulte
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