Italien und die Seenotrettung - Marquardt (Grüne): Die EU sollte eine klare Linie verfolgen

Bootsflüchtlinge vor der libyschen Küste © imago images / JOKER
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Das vorläufige Ziel ihrer Flucht war zum Greifen nah – und doch mussten knapp 250 Menschen tagelang an Bord privater Rettungsschiffe ausharren, ehe sie am Dienstag im italienischen Hafen Catania an Land gehen durften. Vorausgegangen war ein Tauziehen zwischen den Hilfsorganisationen und der neuen italienischen Regierung.

Per Dekret wurde ihnen untersagt, länger in italienischen Hoheitsgewässern zu verweilen, als es „für Rettungs- und Hilfsmaßnahmen für Menschen in Notlagen und in prekären Gesundheitszuständen erforderlich ist“, ein Vorgehen, das Lukas Kaldenhoff, der Sprecher der zivilen Seetnotretter von SOS Humanity, gestern auf radioeins scharf kritisierte.

Der Europa-Abgeordnete der Grünen, Erik Marquardt, setzt sich für die Belange Geflüchteter ein und war auch selber schon an mehreren Rettungseinsätzen beteiligt.

Wir sprechen mit Erik Marquardt.