Jüdisches Leben

Grundsteinlegung der Synagoge in Potsdam

Potsdam ist die einzige Landeshauptstadt der Bundesrepublik ohne eigene Synagoge. Das soll sich bald ändern. Am 8. November ist die Grundsteinlegung für den neuen Bau in Potsdams Zentrum. Aber warum erst jetzt?

Bauplatz der neuen Synagoge in Potsdam naher der Nikolaikirche. (Bild: IMAGO / Eberhard Thonfeld)
Bauplatz der neuen Synagoge in Potsdam naher der Nikolaikirche. | © IMAGO / Eberhard Thonfeld

Der Termin ist mit Bedacht gewählt: am 8. November wird der Grundstein für die Potsdamer Synagoge gelegt und damit am Vorabend des Gedenktags an die Pogromnacht der Nationalsozialisten im Jahr 1938.

Vor 83 Jahren wurden Synagogen in deutschen Städten zerstört, von heute an wird in Potsdam eine neue erbaut - ein schönes Signal mit einer schwierigen Genese: Seit 2010 gibt es eine Baugenehmigung für ein Synagogen- und Gemeindezentrum nach Plänen des Architekten Jost Haberland, doch Streitigkeiten zwischen den mittlerweile fünf jüdischen Gemeinden in der Stadt verzögerten den Start. Eine Blamage drohte; dass es anders kam, gilt nicht zuletzt als Verdienst von SPD-Kulturministerin Manja Schüle.

Das Bauwerk, finanziert mit rund 13,7 Millionen Euro aus Landesmitteln, soll nun 2024 eingeweiht werden. Potsdam würde damit einen fragwürdigen Sonderstatus verlieren: den als einziger deutscher Landeshauptstadt ohne eigenen Synagogenbau.

Über den Neubau der Potsdamer Synagoge sprechen wir mit dem Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Potsdam, Evgeni Kotikow.

Bauplatz der neuen Synagoge in Potsdam naher der Nikolaikirche. (Bild: IMAGO / Eberhard Thonfeld)
IMAGO / Eberhard Thonfeld
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