Östliches Mittelmeer

Gasstreit zwischen Griechenland und der Türkei

Außenminister Maas auf Schlichtungskurs

Der deutsche Außenminister Maas hat Griechenland bei seinem Besuch in Athen die volle Solidarität Deutschlands und der EU versichert. Er appellierte allerdings an beide Seiten zu einer friedlichen Lösung des Konflikts über Bodenschätze im Östlichen Mittelmeer beizutragen.

Das türkische Forschungsschiff "Oruc Reis" fährt in Begleitung türkischer Kriegsschiffe über das Mittelmeer © IHA/AP/dpa
Die Spannungen zwischen Griechenland und der Türkei im Streit um Erdgas im östlichen Mittelmeer dauern an | © IHA/AP/dpa

Im Östlichen Mittelmeer stehen sich zwei NATO-Partner gegenüber. Griechenland und die Türkei erheben beide Ansprüche auf die selben Gebiete, wollen sie auf Bodenschätze, vor allem auf Erdgas untersuchen. Die Lage ist angespannt, heißt es aus Berlin, und sie hat sich noch mal verschärft. Am Wochenende hat Ankara den Einsatz seines Forschungsschiffs in den betroffenen Gewässern vier Tage verlängert und ein Militärmanöver angekündigt. Griechenland startet ebenfalls eine Übung für seine Marine und Luftwaffe.

Bundesaußenminister Heiko Maas warnt vor einer Eskalation des Gasstreits zwischen Griechenland und der Türkei. Nötig seien direkte Gespräche zwischen den beiden Konfliktparteien und keine neuen Provokationen, betonte der SPD-Politiker vor seinem Abflug nach Athen und Ankara. Maas will versuchen beide Seiten zu direkten Gesprächen zusammenzubringen.

Julia Menger und Kerstin Hermes sprechen darüber mit dem Türkei-Experten Günter Seufert von der Stiftung Wissenschaft und Politik.