Interview mit Agnieszka Brugger (Grüne)

Ampel-Koalitionsgespräche offenbar näher als gedacht: "Kreative Lösungen brauchen Zeit"

Die Koalitionsgespräche zwischen SPD, FDP und Bündnis90/Die Grünen sind offenbar näher als gedacht. Die stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Brugger, erklärte auf radioeins, dass kreative Lösungen Zeit brauchen, aber der erste Schritt gegangen ist und "Brücken gebaut worden sind".

Robert Habeck (l-r) und Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende der Grünen, zusammen mit Volker Wissing, rheinland-pfälzischer Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau und FDP-Generalsekretär, und Christian Lindner, Bundesvorsitzender der FDP © dpa/Kay Nietfeld
Robert Habeck (l-r) und Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende der Grünen, zusammen mit Volker Wissing, rheinland-pfälzischer Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau und FDP-Generalsekretär, und Christian Lindner, Bundesvorsitzender der FDP | © dpa/Kay Nietfeld

Die Zeichen stehen auf Ampel. Heute und morgen sondieren die Generalsekretäre von der SPD, den Grünen und der FDP noch einmal in kleinerer Runde, bevor zum Abschluss der Gespräche am Freitag noch einmal SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hinzustößt, der derzeit beim G20-Finanzministertreffen in Washington weilt. Könnte es in der kommenden Woche bereits zu Koalitionsgesprächen kommen?

Über die Fortschritte bei der Annäherung sprachen wir mit Agnieszka Brugger, der stellvertretenden Vorsitzenden der Grünen-Bundestagsfraktion.

Inhaltlich halten sich die Beteiligten sehr bedeckt, aber Brugger erklärte:

"Der erste Schritt ist gegangen, aber wir sind noch nicht am Ziel. Aber man spürt es ja auch, wenn die Verhandlerinnen und Verhandler sprechen, dass Brücken gebaut worden sind, dass schwierige Themen angegangen worden sind und dass es trotzdem auch noch einiges zu tun gibt." Brugger betonte, dass kreative Lösungen Zeit brauchen. "Ich finde es richtig, dass man zügig verhandelt. Aber gleichzeitig muss man sich ja nicht selber irgendwelche künstlichen Daten setzen, sondern es geht darum, wirklich eine solide Grundlage zu schaffen. Auch kreative Lösungen brauchen Zeit. Deshalb werden wir am Freitag wissen, wie es weitergeht", so die stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion.

Robert Habeck (l-r) und Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende der Grünen, zusammen mit Volker Wissing, rheinland-pfälzischer Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau und FDP-Generalsekretär, und Christian Lindner, Bundesvorsitzender der FDP © dpa/Kay Nietfeld
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