Mittelmeer

Flüchtlinge auf der "Aquarius" dürfen in Malta an Land

Knapp 60 Menschen - unter ihnen auch eine Schwangere und 17 Minderjährige - hatte das private Rettungsschiff „Aquarius 2“ in den vergangenen Tagen im Mittelmeer vor der libyschen Küsten aus Seenot gerettet. Bis gestern war unklar, wo die Menschen europäischen Boden betreten dürfen.

Flüchtlinge blicken von einem Boot vor der libyschen Küste aus zum Seenotrettungsschiff "Aquarius 2" der Hilfsorganisation SOS Méditerranée © Maud Veith/SOS Mediterranee/dpa
Flüchtlinge blicken von einem Boot vor der libyschen Küste aus zum Seenotrettungsschiff "Aquarius 2" der Hilfsorganisation SOS Méditerranée | © Maud Veith/SOS Mediterranee/dpa

Malta nimmt die Flüchlinge auf, die vom Rettungsschiff "Aquarius" gerettet wurden. Die Regierung in Valletta teilte mit, ein maltesisches Schiff werde die 58 Migranten aufnehmen und an Land bringen. Sie würden dann unverzüglich auf andere Länder verteilt.

Das Schiff der Organisationen SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen hatte bereits Frankreich darum gebeten, anlegen zu dürfen. Die Regierung in Paris forderte daraufhin eine europäische Lösung. Frankreich, Portugal und Spanien wollen jetzt jeweils zehn Flüchtlinge aufnehmen.

Eine gemeinsame Lösung für eine europäische Flüchtlingspolitik zeichnet sich allerdings weiterhin nicht ab.

Stefan Rupp und Christoph Azone sprechen darüber mit Joachim Zeller. Er ist Abgeordneter der EVP-Fraktion im EU-Parlament und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte.

Flüchtlinge blicken von einem Boot vor der libyschen Küste aus zum Seenotrettungsschiff "Aquarius 2" der Hilfsorganisation SOS Méditerranée © Maud Veith/SOS Mediterranee/dpa
Maud Veith/SOS Mediterranee/dpa
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