Eröffnung im Futurium

Das Wissenschaftsjahr 2022

Interview mit Bettina Stark-Watzinger (Bundesministerium für Bildung und Forschung)

Erstmalig liegt der Fokus des Wissenschaftsjahres nicht auf einem wissenschaftlichen Schwerpunktthema, sondern auf der Bedeutung von Bürgerbeteiligung für Forschungsprozesse. Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger erläutert die konkreten Ziele des Wissenschaftsjahres 2022.

Bettina Stark-Watzinger (FDP) © IMAGO / Political-Moments
Bettina Stark-Watzinger (FDP) | © IMAGO / Political-Moments

Warum ist ein schlechtes Gewissen so unangenehm? Ist das Internet endlos? Und können wir aufhören zu Altern? All das sind Beispielfragen für das Wissenschaftsjahr 2022, das heute eröffnet wird.

Normalerweise steht bei einem solchen Wissenschjaftsjahr eine bestimmte Disziplin im Fokus oder ein Thema. Aber dieses Jahr ist das anders: Das Motto ist "Nachgefragt" und im Fokus stehen unser aller Fragen an die Wissenschaft. Jede und jeder kann mitmachen und Fragen einreichen.

Ausgerichtet wird das Wissenschaftsjahr vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und damit von der neuen Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP). Wir sprechen mit ihr darüber.

Bettina Stark-Watzinger (FDP) © IMAGO / Political-Moments
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„Wir wollten diesmal nicht senden und sagen was wir, oder die Wissenschaft für wichtig befinden, sondern wir wollten umgekehrt mal die Fragen der Bürgerinnen und Bürger hören. Wissenschaft ist ja gesellschaftlich relevant und deshalb sollte die Gesellschaft sich auch beteiligen.“

Die FDP-Bundesministerin Bettina Stark-Watzinger erklärte im Schönen Morgen auf radioeins zum heutigen Start des Wissenschaftsjahres 2022, das unter dem Motto „Nachgefragt!“ steht:

„Man kann bis zum 15. April seine Fragen einreichen. Diese Fragen werden dann durch ein Sciencepanel und ein Citizenpanel, also Wissenschaftler und Bürgerinnen und Bürger, verdichtet und zu übergeordneten Themen. Die Fragen der Bürgerinnen und Bürger werden im Herbst präsentiert und dann fängt der Dialog mit der Wissenschaft an, wie man das nutzen kann und dann eben auch die Forschung machen kann. Und ich glaube, das ist doch schön, wenn ein Junge seine Frage stellt – Warum gibt es keine Rolltreppe zum Mond? – und dann hinterher sieht, dass er Forschung damit gestaltet hat.“