Corona-Pandemie

Englands erste Schritte aus dem Lockdown

In England sollen bis Ende Juni nach und nach alle Corona-Beschränkungen wegfallen. Das sagte Premierminister Johnson gestern im Unterhaus in London. Los geht es in zwei Wochen mit der Öffnung der Schulen berichtet ARD-Korrespondent Thomas Spickhofen. Der Plan gilt nur für England, in den anderen Teilen des Vereinigten Königreichs gibt es andere Regelungen.

Die britische Regierung will bis zum 21. Juni 2021 alle Beschränkungen in der Corona-Pandemie in England aufheben © Leon Neal/PA Wire/dpa
Die britische Regierung will bis zum 21. Juni 2021 alle Beschränkungen in der Corona-Pandemie in England aufheben | © Leon Neal/PA Wire/dpa

Als erste werden in England die Schulen wieder öffnen, in zwei Wochen. Schülerinnen und Schüler werden zwei Mal pro Woche auf das Virus getestet. Außerdem sind ab diesem 8. März dann wieder Treffen draußen mit einer Person aus einem anderen Haushalt erlaubt. Drei Wochen später, am 29. März, wenn die Osterferien beginnen, sollen wieder private Treffen mit 6 Leuten möglich sein, ebenso kontaktarme Sportaktivitäten wie Tennis und Schwimmen. Auch die „stay at home“-Regel, also die Aufforderung zu Hause zu bleiben, soll dann fallen.

Die Geschäfte, die Außen-Gastronomie, Fitnessstudios und Friseur-Salons können dem Fahrplan der Regierung zufolge Mitte April wieder öffnen. Ab Mitte Mai folgen dann Pubs und Restaurants, Hotels, Theater, Kinos und Konzerthallen. In Sport-Arenen werden in begrenztem Umfang auch wieder Zuschauer zugelassen. Zum 21. Juni sollen dann alle Einschränkungen wegfallen.

ARD-Korrespondent Thomas Spickhofen berichtet darüber aus London.

Die britische Regierung will bis zum 21. Juni 2021 alle Beschränkungen in der Corona-Pandemie in England aufheben © Leon Neal/PA Wire/dpa
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Premier Johnson erinnerte daran, dass die Belegung in den Krankenhäusern mit Corona-Patienten zwar sinke, aber immer noch nur knapp unter dem Höchststand vom April vergangenen Jahres liege. Jede Lockerung bedeute unvermeidlich ein Ansteigen der Neuinfektionen, der Krankenhaus-Einlieferungen und der Todesfälle. Jede Lockerung steht unter dem Vorbehalt, dass das Impfprogramm weiterhin erfolgreich läuft, dass sich dies positiv auf die Zahl der Einlieferungen in die Krankenhäuser auswirkt, dass keine Überlastung des Gesundheitssystems durch die erneut wachsenden Neuinfektionen entsteht und dass auch keine unbeherrschbare Gefahr durch neue Varianten entsteht. Vor jeder Lockerung will die Regierung den Stand der Dinge unter diesen vier Gesichtspunkten prüfen.

Bislang wurden in ganz Großbritannien mehr als 17 Millionen Menschen mindestens ein Mal geimpft. Bis Mitte April soll allen über 50jährigen und bis Ende Juli allen Erwachsenen eine Impfung angeboten worden sein.