USA nach den Attentaten

Donald Trump besucht El Paso und Dayton

Die Wortwahl des Präsidenten ist neu: Trump hat in seiner kurzen Ansprache im Weißen Haus, deutlicher als zuvor den Hass in der Gesellschaft der Vereinigten Staaten verurteilt. "Unsere Nation muss mit einer Stimme Rassismus verurteilen, Scheinheiligkeit und Rufe nach weißer Vorherrschaft. Diese gruseligen Ideologien müssen besiegt werden. Hass hat keinen Platz in Amerika. Hass verwirrt den Geist, verwüstet das Herz und verschlingt die Seele."

Menschen trauern in El Paso © Mark Lambie/The El Paso Times via AP
Menschen trauern in El Paso | © Mark Lambie/The El Paso Times via AP

Trump sprach von Versprechen gegen die Menschlichkeit. Am Wochenende hatten Attentäter in Dayton im Bundesstaat Ohio und in El Paso in Texas 29 Menschen getötet und viele verletzt. In El Paso geht das FBI im Moment von Hass auf Einwanderer als Tatmotiv aus. Die Behörde ermittelt wegen heimischen Terrorismus. 

Trump nannte die mutmaßlichen Täter verrückte Monster. Und mehr müsse getan werden gegen grausame Videospiele, die Gewalt verherrlichen.

Auf den Vorwurf der Demokraten, seine aggressive Sprache in sozialen Medien habe zur Gewalt beigetragen, ging der Präsident nicht ein. Er hatte in der Früh im Internet getextet, die Berichterstattung der Journalisten sei für die Wut im Land verantwortlich.

Heute wollen US-Präsident Trump und seine Frau die texanische Stadt El Paso besuchen, in der ein Mann am Samstag 22 Menschen erschossen hat. 

Vizepräsident Pence sagte, der Präsident und die First Lady wollten dort ihr Mitgefühl und ihre Unterstützung für die Betroffenen ausdrücken. Mehrere Politiker aus El Paso wandten sich gegen den Besuch Trumps. Sie werfen ihm vor, er schüre mit seiner Rhetorik Hass und Gewalt.

ARD-Korrespondent Sebastian Hesse berichtet darüber aus Washington.

Menschen trauern in El Paso © Mark Lambie/The El Paso Times via AP
Mark Lambie/The El Paso Times via AP
Download (mp3, 5 MB)