Berlin

Die Situation für Obdachlose in Corona-Zeiten

Obdachlose in Berlin haben fast keine Möglichkeiten sich vor dem Virus zu schützen. Sie können nicht zu Hause bleiben und die Sammelunterkünfte für Obdachlose sind auch nicht sicher. Die Berliner Sozialsenatorin Breitenbach will jetzt darauf reagieren.

Tüten mit Spenden hängen an einen Gabenzaun am Richardplatz in Berlin © dpa/Britta Pedersen
An Gabenzäunen werden für obdachlose und bedürftige Menschen Spenden wie Lebensmittel, Hundefutter, Hygieneartikel gehängt | © dpa/Britta Pedersen

Berlin stellt Obdachlosen wegen der Corona-Pandemie Übernachtungsplätze zur Verfügung. Sozialsenatorin Elke Breitenbach sagte, bis mindestens 19. April gebe es in der Schöneberger Kluckstraße 200 Schlafplätze in einer Jugendherberge. In der bisherigen Kältehilfe-Einrichtung in der Storkower Straße in Pankow seien bis zu 150 Plätze geplant. Außerdem kündigte Breitenbach an, dass das Technische Hilfswerk die Berliner Tafel unterstützt.

Doch das ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die Zahl der Wohnungslosen in Berlin wird auf 6000 bis 10.000 Menschen geschätzt. Doch auch durch die leeren Straßen bekommen Obdachlose immer weniger Hilfe - in Form von Geld - und auch Essensausgaben sind geschlossen.

Jetzt gibt es viele Berliner, die helfen wollen. An mehreren Stellen gibt es mittlerweile selbstorganisierte Gabenzäune, an denen für obdachlose und bedürftige Menschen Spenden wie Lebensmittel, Hundefutter, Hygieneartikel gehängt werden. Doch ob das überhaupt bei den Menschen ankommt, die Hilfe brauchen, ist ungewiss.

Kerstin Hermes und Julia Menger sprechen darüber mit Claudia Vollberg vom Berliner Gabenzaun.

Tüten mit Spenden hängen an einen Gabenzaun am Richardplatz in Berlin © dpa/Britta Pedersen
dpa/Britta Pedersen
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