Studie der Böckler-Stiftung

Schnelltests am Arbeitsplatz laufen nur schleppend an

Unternehmen sollen allen in Präsenz Beschäftigten mindestens einmal pro Woche einen kostenlosen Schnelltest anbieten. Trotz eindringlicher Apelle läuft das Testprogramm allerdings bisher wohl nur schleppend an: Nur 23 Prozent berichten, dass alle Präsenzbeschäftigten in ihrem Betrieb schon mindestens einmal pro Woche einen Schnelltest machen können - heißt es in einer aktuellen Auswertung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Böckler-Stiftung.

Corona Antigen-Schnelltest © imago images/Jochen Tack
Corona Antigen-Schnelltest | © imago images/Jochen Tack

Anfang März wurde nach einer Bund-Länder-Konferenz beschlossen, dass Unternehmen künftig einmal die Woche Schnellstes für Beschäftigte anbieten sollen. Jedoch auf der Basis von Freiwilligkeit, denn Arbeitgeber warnten angesichts der ohnehin schon schweren Lage vor zu vielen Vorgaben. Doch das Testen in den Unternehmen kommt anscheinend wohl nur langsam voran.

Arbeitgeberverbände wie der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) sagen ja, Unternehmen seien auf dem Weg zur 90-Prozent-Marke. Eine aktuelle Auswertung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Böckler-Stiftung kommt dagegen auf andere Werte. Nur knapp ein Viertel der Beschäftigten bekomme die Möglichkeit sich am Arbeitsplatz zu testen. Für die Mehrheit (54 Prozent) gibt es hingegen weder betriebliche Schelltests, noch sind diese angekündigt.

Tom Böttcher und Maarco Seiffert sprechen darüber mit Dr. Elke Ahlers, WSI-Expertin für Arbeit und Gesundheit.

Corona Antigen-Schnelltest © imago images/Jochen Tack
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