Berlin

Bezirk Pankow sieht "Bürgerstadt Buch" skeptisch

Der Nordosten Berlins kann aus Sicht einer Initiative für 40.000 neue Wohnungen genutzt werden. Die Projektgruppe "Bürgerstadt Buch" hat ein Projekt für Wohnraum für rund 100.000 Menschen vorgestellt. Doch der Bezirk Pankow hält Pläne für den Bau des neuen Stadtteils in Berlin-Buch für unrealistisch.

Blick auf die Bahntrasse und den möglichen Bahnhof, dahinter das Rieselfeld "Buch VI" © rbb
Blick auf die Bahntrasse und den möglichen Bahnhof, dahinter das Rieselfeld "Buch VI" | © rbb

Planer, Architekten und Wohnungsbauexperten der Initiative "Bürgerstadt Buch" gehen davon aus, dass im Nordosten Berlins 30.000 bis 40. 000 Wohnungen entstehen könnten.  

Neue Quartiere könnten laut Stadtsoziologe Winfried Hammann - gestern auf radioeins - entlang einer Bahntrasse und der Bucher Straße errichtet werden. Auf ehemaligen Rieselfeldern solle dort die "Bürgerstadt Buch" entstehen. Insbesondere Baugruppen, Genossenschaften und sozial orientierte Unternehmen sollen Hammann zufolge dort Platz finden. Die Flächen sind überwiegend im Eigentum des Landes Berlin.

Tom Böttcher und Marco Seiffert sprachen darüber mit dem Bezirksbürgermeister von Berlin-Pankow, Sören Benn. Er sagte, dass das Konzept "Bürgerstadt Buch" Planungsstände der 90er Jahre zugrunde lege. Die dort genannten Flächen zwischen den Stadtteilen Buch, Französisch-Buchholz und Karow könnten zum Teil gar nicht mit Wohnungen bebaut werden, so Benn. Darunter seien auch Gewerbe- und Landschaftsschutzgebiete. Außerdem müsse zunächst die Verkehrsinfrastruktur hergestellt werden.

Starter-Quartier mit 9 Quartieren für die Bürgerstadt Buch © Bürgerstadt Buch
Starter-Quartier mit 9 Quartieren für die Bürgerstadt Buch | © Bürgerstadt Buch