Interview mit Axel Grafmanns vom Hilfsverein "Wir packen's an"

"Es ist eine riesige humanitäre Katastrophe, die wir hier vorfinden"

Immer mehr Menschen versuchen über die Belarus-Polen-Route nach Deutschland zu gelangen. Doch viele Geflüchtete hängen im Grenzgebiet zwischen Belarus und Polen fest. Der Hilfsverein "Wir packen's an" aus Bad Freienwalde leistet vor Ort Nothilfe.

Polnische Sicherheitskräfte umringen Migranten, die an der Grenze zu Belarus festsitzen © Czarek Sokolowski/AP/dpa
Polnische Sicherheitskräfte umringen Migranten, die an der Grenze zu Belarus festsitzen | © Czarek Sokolowski/AP/dpa

Sie werden in Autos aufgegriffen, eingepfercht in Lastwagen oder sie versuchen es zu Fuß durch die Wälder bis nach Deutschland: geflüchtete Menschen aus dem Nahen Osten, aus Zentralasien und Afrika. Offenbar als Druckmittel, gezielt vom Belarussichen Diktator Lukaschenko an die Grenze durchgelassen. Für viele von ihnen endet diese Fluchtroute aber in der Sackgasse. Im bitter kalten Niemandsland zwischen Belarus und Polen.

Genau dort ist jetzt zumindest ein bisschen Hilfe aus Berlin und Brandenburg angekommen. Der Verein "Wir packen's an" hat in den letzten Wochen Spenden gesammelt und ist jetzt mit einem 7,5-Tonner bis unters Dach voll geladen in Ostpolen angekommen.

Mit dabei ist auch Axel Grafmanns, Vorstandsmitglied von "Wir packen's an". Wir sprechen mit ihm über die Lage vor Ort.

Polnische Sicherheitskräfte umringen Migranten, die an der Grenze zu Belarus festsitzen © Czarek Sokolowski/AP/dpa
Czarek Sokolowski/AP/dpa
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