Brandenburg

AfD-Chef Kalbitz war in rechtsextremen Camps

Drei Tage vor der Landtagswahl in Brandenburg liegen neue Vorwürfe gegen Andreas Kalbitz, den Spitzenkandidaten der AfD, vor. Nach Recherchen des ARD-Politikmagazins Kontraste und des rbb-Magazins Brandenburg aktuell hatte Kalbitz bereits im Jahr 1993 an einem Sommerlager der rechtsextremen Vereinigung "Die Heimattreue Jugend" in Thüringen teilgenommen.

Brandenburgs AfD-Vorsitzender Andreas Kalbitz © imago images/Jan Huebner
Brandenburgs AfD-Vorsitzender Andreas Kalbitz | © imago images/Jan Huebner

Gegen den Brandenburger AfD-Vorsitzenden Andreas Kalbitz gibt es neue Vorwürfe. Er hat offenbar schon 1993 an einem Sommerlager der rechtsextremen Vereinigung "Die Heimattreue Jugend" in Thüringen teilgenommen. Das haben Recherchen des ARD-Politikmagazins Kontraste und des rbb-Magazins Brandenburg aktuell ergeben.

Aus einer Verfassungsschutz-Akte, die dem rbb in Auszügen vorliegt, geht hervor, dass die Polizei Kalbitz 1993 bei einer Kontrolle des Camps als Teilnehmer notiert hat. 

Bisher hatte der AfD-Landeschef erklärt, er habe außer im Jahr 2007 an keinem anderen Lager des Vereins "Heimattreue deutsche Jugend" teilgenommen. Die "Heimattreue Jugend" ist aber der gleiche Verein, der sich nur umbenannt hat. 2009 wurde er vom Bundesinnenministerium verboten. 

Auf Anfrage erklärte Kalbitz zu den Vorwürfen, aus seiner Sicht sei das Wahlkampfgetöse.

Frauke Oppenberg und Christoph Azone sprechen darüber mit dem Politikwissenschaftler Dr. Christoph Schulze vom Moses-Mendelssohn-Zentrum in Potsdam.

Brandenburgs AfD-Vorsitzender Andreas Kalbitz © imago images/Jan Huebner
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