Teheran

Proteste im Iran nach Tod einer jungen Frau

Vor gut einer Woche wurde die 22-jährige Mahsa Amini von der Sittenpolizei wegen ihres "unislamischen Outfits" festgenommen. Sie soll ihr Kopftuch nicht den Regeln entsprechend getragen haben. Was nach ihrer Festnahme genau geschah ist unklar. Nur eins ist klar: Die junge Frau ist tot.

Eine Frau protestiert am 21.09.2022 in Teheran nach dem Tod einer jungen Frau © imago images/Zuma Wire
Eine Frau protestiert am 21.09.2022 in Teheran nach dem Tod einer jungen Frau | © imago images/Zuma Wire
Der Fall löste landesweite Unruhen im Iran aus. Angetrieben von Wut und Trauer gehen in vielen Städten die Menschen auf die Straße. Frauen stecken demonstrativ ihre Kopftücher in Brand oder schneiden sich ihre Haare ab. Immer wieder kommt es zu Zusammenstößen mit der Polizei, bei denen nach Angaben iranischer Medien vom Mittwoch bisher mindestens sechs Menschen getötet wurden.

Über die Proteste wollen wir mit Iran-Expertin Natalie Amiri sprechen. Sie war bis 2020 Leiterin des ARD-Studios in Teheran, bis es dort für Sie zu gefährlich wurde. Es gab Befürchtungen, sie könnte als politische Geisel genommen werden.
Eine Frau protestiert am 21.09.2022 in Teheran nach dem Tod einer jungen Frau © imago images/Zuma Wire
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