Russlandbeitritt

Umstrittene "Scheinreferenden" starten in Teilen der Ukraine

Die russischen Truppen haben in der Ostukraine Gebietsverluste erlitten. Moskau und die Separatisten wollen hier nun Tatsachen schaffen, um die Regionen noch zu halten.

Ein Werbebanner wirbt am 22.09.2022 in Luhansk für das sogenannte Referendum der russischen Regierung © AP
Ein Werbebanner wirbt am 22.09.2022 in Luhansk für das sogenannte Referendum der russischen Regierung | © AP
Und zwar so wie schon 2014 bei der Annektierung der Halbinsel Krim: über Referenden. Oder "Scheinreferenden" wie Kanzler Olaf Scholz (SPD) es am Rande der UN-Generalversammlung nannte. Ab heute sollen in den Regionen Donezk, Luhansk, Cherson und Saporischschja darüber abgestimmt werden, ob diese Territorien an Russland angegliedert werden.

Aus dem Rest der Welt hagelt es Kritik. Die Referenden sind völkerrechtswidrig und werden nicht akzepetiert, wie Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) sagte. Die Weltgemeinschaft werde deutlich machen, dass man eine sogenannte Abstimmung "mit vorgehaltener Waffe am Kopf niemals akzeptieren kann."

Über die heute beginnenden Abstimmungen sprechen wir mit Martha Wilczynski, ARD-Korrespondentin in Moskau.