Energiekrise

Steigende Strom- und Gaspreise: Worauf sich Verbraucher*innen einstellen müssen

Es wird immer deutlicher. Die Gaspreise werden für alle um ein Vielfaches steigen. Offen bleibt, in welchem Ausmaß Gaspreis-Erhöhungen bei den Privathaushalten ankommen.

Ein Gaszähler zeigt den Gasverbrauch
Ein Gaszähler zeigt den Gasverbrauch | © IMAGO / Future Image

Die einen kaufen grade meterweise Holz, um im Winter den Ofen anzuheizen. Die anderen decken sich mit Heizlüftern ein um vorzusorgen. Die Gaspreise werden auch im August weiter steigen und die Gasumlage von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Die Grünen) dürfte ab Herbst noch einen drauflegen. Es könne sein, dass eine vierköpfige Familie dann 200 bis 300 Euro pro Jahr mehr zahlen müsse, deshalb werde man die Bürger*innen entlasten, erklärte Bundeskanzler Scholz.

Die Debatte um die steigenden Gaspreise und die Energie- und Stromkrise dreht sich weiter. Daher hat Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) den Bundeswirtschaftsminister Habeck aufgefordert, die Gasverstromung zu beenden. Stattdessen sollte die Atomkraft weiter genutzt werden, wenn nötig bis 2024.

Dagegen erklärte Dr. Julia Verlinden, Stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, auf radioeins: "Eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke ist kein sinnvoller Beitrag für die Energiesicherheit". Eine aktuelle Sicherheitsstudie im Auftrag des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zeigt außerdem, dass ein Weiterbetrieb der verbliebenen drei Atomkraftwerke aufgrund ungeklärter Sicherheitsfragen nicht genehmigungsfähig ist.

Wir sprechen darüber mit Prof. Karen Pittel, der Leiterin des Zentrums für Energie, Klima und Ressourcen am ifo-Institut in München.

Ein Gaszähler zeigt den Gasverbrauch
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