Bundesparteitag in Erfurt

Die Linke zwischen Krise und Neuanfang

Es läuft nicht gut für Die Linke. In den Bundestag kam die Partei nur mit Ach und Krach durch ihre Direkt-Mandate, bei allen drei Landtagswahlen in diesem Jahr blieb Die Linke draußen. Außerdem gibt es Personal-Querelen und Flügelkämpfe.

Janine Wissler, Bundesvorsitzende der Linken © imago images/Christian Spicker
Janine Wissler, Bundesvorsitzende der Linken | © imago images/Christian Spicker

Erst das Debakel bei der Bundestagswahl, dann drei Wahlpleiten auf Landesebene, dazu Sexismus-Vorwürfe und der Dauerstreit über den Umgang mit Russland.

Der Grad von "Schnauze voll" sei relativ hoch - so hat die damalige Co-Chefin der Linken, Susanne Hennig-Wellsow, die Niederlage ihrer Partei bei der Landtagswahl im Saarland Ende März kommentiert. Im April folgten dann heftige Debatten über Sexismus-Vorwürfe. Den Umgang damit nannte Hennig-Wellsow als einen Grund für ihren überraschenden Rücktritt. Der wiederum spricht Bände über den Zustand der Partei.

Nach weiteren Wahlpleiten will Die Linke an diesem Wochenende beim Bundesparteitag in Erfurt den Neuanfang schaffen – personell und inhaltlich. Doch angesichts vieler innerparteilicher Konflikte ist offen, ob das Manöver gelingen wird.

"Es geht bei diesem Parteitag um sehr, sehr viel. Die Linke ist in einer sehr schwierigen Situation, die Lage ist sehr ernst", so beschreibt Parteichefin Janine Wissler die Situation, in der sich die Linke vor dem Parteitag an diesem Wochenende befindet.

Wir sprechen darüber mit Janine Wissler, Parteichefin Die Linke.

Janine Wissler, Bundesvorsitzende der Linken © imago images/Christian Spicker
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